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Die Geschichte vom kleinen Hirten Nathan auf dem Weg zur Krippe

Ein Hirte
© Pixabay

Liebe Kinder, liebe Eltern,
das letzte Mal habe ich Euch/Ihnen die Geschichte vom kleinen Esel Benjamin erzählt, der sich auf den Weg zur Krippe machte. Heute berichte ich Euch von

Dem kleinen Hirten Nathan auf dem Weg zur Krippe

(in Anlehnung an die Geschichte von Corinna Herntier)

von Dagmar Heinz-Karisch

Ich bin der kleine Hirte Nathan. Vor einiger Zeit hat sich etwas Unvergessliches zugetragen, das ich Euch unbedingt erzählen möchte:

Ich hütete gemeinsam mit einigen anderen Hirten Schafe auf den Feldern in der Nähe von Bethlehem. Jeder von uns passte auf die Tiere des anderen auf, denn wir waren durch die jahrelange Arbeit zu Freunden geworden. Es wurde Abend, es wurde Nacht. Wir wechselten uns mit dem Hüten der Schafe ab, so dass immer einige von uns wachten und die anderen schlafen konnten. Die Herden waren ruhig und nur ab und zu hörte man das Blöken eines Schafes.

Dann, mit einem Mal, begann es an einer Stelle des Himmels zu leuchten! Und dieses Leuchten näherte sich uns! Wir, die wach waren, weckten die schlafenden Freunde. Keiner von uns hatte eine Erklärung für dieses Licht. Zu unserem Entsetzen erschien plötzlich eine weiß gekleidete Gestalt in dessen Mitte! Mir schlotterten vor Angst die Knie und ich wagte nicht, mich zu bewegen. Diese strahlende Erscheinung glich einem jungen Mann, würde ich sagen – aber sicher bin ich mir nicht. Dann redete er zu uns! Er sagte, er sei ein Bote Gottes, des Allmächtigen und er sprach freundlich zu uns:

„Fürchtet euch nicht!“, sagte er, „Ich verkünde euch jetzt etwas, das euch und allen Menschen große Freude bereiten wird: Für Euch ist heute in der Stadt Davids der Heilbringer geboren worden, der Christus, der der Herr ist! Damit ihr ihn finden könnt, gebe ich euch dieses als Zeichen: Das Kind liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe!“

Danach entschwand die Erscheinung unseren Blicken und wir waren wieder allein auf dem Feld. Es entstand für einen Augenblick eine tiefe Stille. Mein Freund Samuel fand als erster seine Stimme wieder: „Freunde, lasst uns losziehen nach Bethlehem und dieses Kind suchen, von dem uns der Bote Gottes erzählt hat!“ Ich fragte, was wir mit den Schafen machen sollten, die wir doch zu hüten hatten. „Die treiben wir mit uns mit. Es kann ja nicht weit sein“, antwortete Samuel. Wir einigten uns darauf, es zu wagen. Jeder von uns nahm ein kleines Geschenk für das neugeborene Kind mit. Samuel hatte etwas Schafsmilch dabei, ich selber wickelt ein warmes Schaffell als Bündel zusammen, es sollte das kleine Kind warm halten. Und natürlich durfte auch ein warmes Licht – eine Laterne – nicht fehlen. So eilten wir also los und die Schafe zogen mit uns.

Wir waren schon eine ganze Zeitlang unterwegs, als Samuel plötzlich erschrocken flüsterte: „Pst, pst! Da vorne höre ich was.“ Ein leises Quietschen war zu hören. Auch ich war erschrocken und entdeckte so etwas wie ein Haus.
„Ja, da steht ein Haus! Im Dunklen sieht man’s kaum,“ sagte ich zu meinem Freund Samuel. „Ein Haus?“, sagte Samuel, „das sieht eher aus, wie ein Stall!“ „Da schaut! Ein Mann tritt heraus, er trägt eine Laterne.“ Der Mann mit seiner Laterne schaute uns freundlich an und sagte: „Kommt doch zu uns herein, es ist kalt draußen, in unserem Stall ist es warm. Ich heiße Josef.“ Wir betraten den Stall und gingen näher an eine Futterkrippe heran und staunten: Da lag ein Baby in der Futterkrippe! Es war in weiche Tücher gehüllt und seine junge Mutter, sie nannte sich Maria, hockte neben ihm im Stroh. Es war genauso, wie die Erscheinung es uns gesagt hatte!

Ich war zunächst sprachlos! Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus und erzählten den Eltern des Jungen, was wir erlebt hatten! Daraufhin staunten die nicht weniger. Wir hielten immer noch unsere Geschenke in den Händen, bis Samuel sagte:
„Lasst uns endlich das kleine Kind beschenken!“ Samuel gab der Mutter seine Milch, ich deckte das Kind mit dem Fell zu und die Laterne stellten wir neben einen kleinen Esel. Der Esel sah sehr zufrieden aus, er hieß Benjamin und hatte es sich neben der Krippe gemütlich gemacht.

Für uns gab es nun kein Halten mehr! Davon sollten alle erfahren! Alle Menschen, denen wir begegneten! Zunächst kehrten wir mit den Schafen zurück zu unserem Feld, später aber verkündeten wir überall was geschehen war und die Leute wunderten sich darüber.

Und so erzähle ich heute Dir diese Geschichte, die sich genau so zugetragen hat – vielleicht wunderst du dich ja auch …

Wenn Ihr noch mehr erfahren wollt, so könnt Ihr demnächst erfahren, wie sich doch tatsächlich Könige auf den Weg gemacht haben, um das Jesuskind zu begrüßen. Was sie auf ihrem Weg erlebt haben erfahrt Ihr bald!

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